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Jian - Das chinesische Schwert - Ausrüstung für Übung und Sparring

Absolut realistischer Schwertkampf läßt sich sicherlich nur mit echten und scharfen Schwertern durchführen. Allerdings stellt sich die Frage, wer in unserer heutigen Zeit freiwillig das Risiko lebensgefährlicher Verletzungen eingehen will.

Will man also möglichst verletzungsfreien Schwertkampf trainieren, müßen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Ein Weg ist z.B. die Verwendung einer nahezu echten Waffe zusammen mit einem sicheren und umfassenden Körperschutz. Dies kommt aber einer Art Rüstung gleich und ist eine unbequeme und auch kostspielige Lösung. Ein anderer Weg ist die Verwendung einer weichen Übungswaffe und minimalen Schutz für gefährdete Körperstellen. Je weicher die Waffe, um so weniger Körperschutz ist erforderlich, um so größer ist die Abweichung vom echten Schwertkampf.

Übungsschwerter

Im Bereich der chinesischen Kampfkünste gibt es viele Varianten von Übungsschwertern aus den unterschiedlichsten Materialien. Aus den oben genannten Gründen sieht man beim Partnertraining mit diesen Waffen meist abgesprochene und vorab festgelegte Übungen. Während beim Tuishou die Fehler des Partners konsequent genutzt werden, unterbleibt dies beim Schwerttraining meist aus Angst vor Verletzungen.

Metallschwerter

Natürlich kommen stumpfe Übungsschwerter (ab 700g) aus Stahl den Materialeigenschaften echter Schwerter am nächsten. Allerdings ist die Verletzungsgefahr sehr hoch. Auch die flexiblen Metallschwerter können bei Leicht- und Vollkontakt zu gefährlichen Verletzungen führen und entsprechen auch nicht dem Gewicht und der Balance eines echten Jian. Für ein normales Training ist von der Verwendung von Metallschwerter abzuraten!

Holzschwerter

Holzschwerter sind die verbreitetsten Übungsschwerter. Bei einem Gewicht ab 700g und entsprechendem Schutz (Augen, Hände) sind sie für die meisten Schwertkampfübungen und für leichtes Sparring geeignet. Sie sind ein guter Ersatz für das Üben mit Metallschwertern. Blessuren müssen in Kauf genommen werden. Intensives Sparring setzt eine umfassende Schutzausrüstung voraus. Allerdings besteht bei schlechter Verarbeitung eine Gefährdung durch Bruch und Splitter.

Holzschwert von Peter Dekker
Holzschwert von Peter Dekker (Mandarin Mansion, NL)

 

Holzschwert von Graham Cave
Holzschwert von Graham Cave (Chinese Sword Society, UK)

Softschwerter

Es gab schon immer Versuche eine "weiche" Waffe zu entwickeln. Meist waren dies schaumstoffummantelte Holzschwerter oder spezielle Kunststoffschwerter. Aber alle bisherigen Varianten waren zu leicht, zu flexibel, zu unhandlich und unförmig, oder zeigten beim Sparring Fehler in Material und Verarbeitung. Neuere Entwicklungen konnten diese Mängel beheben.

Sparringschwert
Softschwert "Jian" von Black Dragon Swords


Schutzausrüstung

Um Verletzungen vorzubeugen reicht für Schwertkampftübungen und leichtes Schwertsparring die Verwendung des Übungsschwertes und einer Schutzbrille aus. Bei intensiven Vollkontaktsparring müssen zusätzlich die Genitalien, Hände und der Kopf (Augen, Zähne, Ohren, Nacken und Hals) geschützt werden.

Hals- und Kopfbereich

Ji-Jian Schutzbrille Zum Schutz der Augen bei Partnerübungen und leichtem Sparring haben sich Schutzbrillen aus dem Bereich der Ballsportarten (z.B. Squash) oder vom Paintball bewährt.

Ji-Jian Helm Die meisten Kopfschutz Modelle aus den verschiedenen Kampfsportarten sind für das Schwertsparring nicht geeignet.
Für den Schutz gefährdeter Stellen im Kopfbereich hat sich eine Entwicklung aus dem philipinischen Stockkampf als praktikable und sichere Alternative erwiesen.

Fechtmaske Leichter und bequemer sind Fechtmasken wie sie im Fechtsport verwendet werden. Allerdings sind Hinterkopf, Hals und Nacken wenig geschützt.

Hände und Arme

Bei der chinesischen Schwertkampfkunst sind Hände und Arme ein oft gesuchtes Ziel für Treffer. Schutzausrüstung (Handschuhe) aus verschiedenen Sportbereichen können hier verwendet werden.

 

 

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